Wolfgang Wendlandt Schule

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Wolfgang Wendlandt Schule
Schwäbisch Hall

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Lese-Rechtschreibschwäche

Etwa 3-5% der Kinder einer Altersstufe haben besonders ausgeprägte Schwierigkeiten im Lesen und/oder Rechtschreiben, die über eine allgemeine Lese-Rechtschreibschwäche hinausgehen (Lese-Rechtschreibstörung). Da diese Schüler unter den üblichen schulischen Rahmenbedingungen nicht ausreichend gefördert werden können, wurde 1997 vom Staatlichen Schulamt an der Wolfgang Wendlandt Schule ein LRS - Stützpunkt für die umliegenden Grundschulen eingerichtet.

Zu den Aufgaben dieser Anlaufstelle zählen das Erstellen diagnosegeleiteter Förderplanungen, die Beratung von Eltern und Lehrkräften und ein zeitlich befristeter Einzelunterricht. Diese Leistungen können sowohl vom Klassenlehrer, vom zuständigen Beratungslehrer, vom sonderpädagogischen Dienst als auch von den Eltern direkt bei Herrn Sonderschullehrer Richard Lohmüller beantragt werden. (Anmeldung unter Fon: 0791 95410707)

Vor der Aufnahme in die Förderung steht die differenzierte Ermittlung des Lernstandes, die eine Überprüfung verschiedener Teilfertigkeiten des Lesens und Rechtschreibens mit standardisierten Tests umfasst. Darüber hinaus werden stichprobenartig die nonverbalen und verbalen Intelligenzleistungen, die expressive Sprache, die phonologische Informationsverarbeitung und die Konzentration überprüft. In der Regel werden dafür vier Arbeitssitzungen benötigt.

Der Einzelunterricht findet einmal wöchentlich am Nachmittag in einem speziell eingerichteten Unterrichtsraum der Wolfgang Wendlandt Schule statt. An den übrigen vier Arbeitstagen müssen zu Hause spezifische Übungen zum Lesen und zur Rechtschreibung durchgeführt werden. Es kommen ausschließlich wissenschaftlich begründete und praktisch bewährte Interventionsverfahren zur Anwendung, die zur Behandlung der Lernstörung geeignet sind. Die Intensivförderung ist auf einen Zeitraum von mindestens einem Jahr bis maximal zwei Jahren angelegt.

Die Wirksamkeit der Förderung wird in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und nachvollziehbar dokumentiert. Nach jeweils 9 - 10 Unterrichtswochen besprechen sich der fördernde Sonderschullehrer, der Deutschlehrer der örtlichen Grundschule und die Eltern des geförderten Schülers, um Informationen über die erzielten Leistungsfortschritte auszutauschen, ggf. die Behandlungsschritte zu modifizieren sowie den Klassenunterricht und die Fördermaßnahmen abzustimmen.